Verkauf von Lebensversicherungen – Axa und Zurich verkaufen frei 800.000 Bestandspolicen

Verkauf von Lebensversicherungen – Axa und Zurich verkaufen frei 800.000 Bestandspolicen

Zurich und Axa wollen Altbestände verkaufen

Der Verkauf von Lebensversicherungen ist ein umstrittenes Thema und die Abwicklung von alten Lebensversicherungsbeständen in Deutschland blüht erneut wieder auf. Im März 2022 berichtet das HandelsblattZurich und Axa wollen Altbestände an Lebensversicherungen verkaufen; „Die Versicherer Zurich und Axa wollen Lebensversicherungen verkaufen und Altbestände mit hoher Verzinsung an Abwickler weitergeben. Ein Generali-Deal von 2019 gilt als Vorbild“. Aber warum wollen Zurich und Axa verkaufen und was sollten deren Kunden über das Thema „Verkauf von Lebensversicherungen“ wissen?

Lebensversicherungen haben noch heute eine Vielzahl hochverzinslicher Policen in ihren Portfolios. Aktuelle Problematik ist es, dass diese Policen mit viel Eigenkapital unterlegt sein müssen und verlangen, dass Kundengelder in Anleihen investiert werden, die sich jedoch aktuell fast nicht auszahlen. Als Folge versuchen nun Versicherungsunternehmen, Bestände loszuwerden. Kaufinteressenten sind sogenannte „Bald-Erfolgsunternehmen“, welche sich auf die Verwaltung von Portfolios spezialisiert haben. Diese Unternehmen können Verträge mit digitalen Tools oft günstiger verwalten, sodass sich die Anschaffung durch einen Verkauf von Lebensversicherungen anderer für sie durchaus lohnen kann. Insbesondere bei Zurich besteht das Problem darin, dass Verträge indessen über verschiedene IT-Systeme verwaltet werden, die teilweise nicht kompatibel sind.

Der Verkauf von Lebensversicherungen

Presseinformationen zu folgen wollen die Zurich Insurance Group, mit Sitz in Zürich und die Axa Gruppe, ein ursprünglich französisches, heute in 64 Ländern tätiges Versicherungsunternehmen, mit Hauptsitz in Parisalte, Lebensversicherungen mit hohen Zinsen liquidieren und sich so von den Altbeständen trennen. Einbezogen in die Beratung ist für Zurich das US-amerikanische Unternehmen JPMorgan und bei Axa eine Investment-Bank, welche sich auf die Beratung bei Versicherungsgeschäften spezialisiert hat. Zukünftig wolle man sich ganz auf den Bereich der fondsgebundene Lebensversicherung verkaufen fokussieren. Laut dem Handelsblatt soll es für die Zurich um ein Portfolio mit bis zu 800.000 Verträge mit einem Nominalvolumen von 20 Milliarden Euro und bei der Axa um ein Portfolio mit einem Nominalvolumen von 15 Milliarden Euro gehen.

Das erste Mal äußerte sich Carsten Schildknecht, Vorstand der Zurich Gruppe Deutschland, zu den Gerüchten rund um den Verkauf von Lebensversicherungen im Dezember 2021. Er ging darauf ein, wie für ein Teilportfolio an hoch verzinsten Verträgen derzeit nach einer Lösung gesucht werde, sodass Zurich sich auf dessen strategischen Fokus, die fondsbasierten Produkte, konzentrieren könnte. Ein solcher RunOff ist für das Unternehmen kein neues Ereignis. Bereits im Herbst 2019 trennte sich das Versicherungsunternehmen von seinen Berufshaftpflicht-Policen an den Abwicklungsspezialisten Darag.

Vertrag Lebensversicherung
Vertrag Lebensversicherung

Präzedenzfall Generali 2019

Im Juni 2018 wurde allerdings bekannt gegeben, dass die Generali knapp 90% der Generali Lebensversicherung AG an die Viridium Gruppe veräußern möchte. Die BaFin (Bundesanstalt für Finanzaufsicht) stimmte diesem Deal des Verkaufs von Lebensversicherungen Anfang April 2019 zu, sodass die Übertragung der Lebensversicherungen an die Viridium Gruppe bis Ende April 2019 abgeschlossen wurde. Die Viridium Versicherungsgruppe beschreibt sich als führender Spezialist für das effiziente Management von Lebensversicherungsbeständen in Deutschland.

Der genannte Deal, den Generali mit Viridium machte, bietet nun eine Vorlage und Vergleichswert für den bevorstehenden Deal der Axa und Zurich. Generalis verkaufte viel Millionen Lebenspolicen und markierte im Jahr 2019 somit einen Wendepunkt in der Branche und öffnete anderen Versicherern die Augen bezüglich einer Möglichkeit der Verkauf von Lebensversicherungen und Altbeständen. Branchenbeobachter argumentierten damals, dass das Vorgehen von Generali zu einem Dammbruch führen würde und viele Versicherer ihre alten Policen an aufstrebende Unternehmen auslagern müssten.

Aufgrund des Aufkommens wichtigerer Themen wie die Aurakrise oder Verlust von Marktanteilen der Allianz ist dieser Fall vom Verkauf von Lebensversicherungen bisher noch nicht eingetreten. Pressemitteilungen zu Folge planen Allianz und Gererali Lebensversicherungen auszugliedern. Problem im Hinblick auf die Schlussrechnung ist jedoch, dass solche Übertragungen sehr komplizierte Transaktionen, welche das Image der Kunden schädigen könnte und im Falle des Verkaufes eines Kundenstamms die Verkäufer verärgert.

Probleme im Verkauf von Lebensversicherungen

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (kurz: BaFin) ist eine rechtsfähige deutsche Anstalt des öffentlichen Rechts des Bundes mit Sitz in Bonn und Frankfurt am Main. Sie untersteht der Rechts- und Fachaufsicht des Bundesministeriums der Finanzen. Aufsichtsbehörden der BaFin müssen im Falle des Verkaufes von Lebensversicherungen diese Art von Geschäft genehmigen und es wird im Detail die Glaubwürdigkeit und Risikobereitschaft des Käufers geprüft. Anbieter müssen die den Kunden zugesicherten Garantien erfüllen können, da ansonsten die Lebensversicherungsbranche drastisch diskreditiert und Vertrauen verloren gehen würde, welches vor allem bei Themen wie der Altersvorsorge und private rentenversicherung deutschland ein existenzieller USP darstellt.

In unserem Ratgeber finden Sie nützliche Tipps und Beiträge rund um das Thema Lebensversicherungen

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